Airbus präsentiert den Militärtransporter A400M

(Wunstorf, 30.06.2008) Der Militärtransporter A400M von EADS ist letzte Woche erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Für den Einsatz der neuen Bundeswehr-Maschine wird auch der Fliegerhorst Wunstorf erheblich erweitert. Der FDP Ortsverband unterstützt die Erweiterung und damit auch langfristige Absicherung des Standortes Wunstorf.

Für die Bundeswehr ist der A400M angesichts einer steigenden Zahl von Auslandseinsätzen ein wichtiger Ersatz für die schon seit über 40 Jahren eingesetzten Transall-Maschinen, die auch vom Fliegerhorst Wunstorf starten. Airbus wirbt damit, dass der 45 Meter lange A400M mehr als doppelt so viel Nutzlastkapazität und Laderaumvolumen besitzt. Zudem könne die Maschine innerhalb von zwei Stunden in ein Tankflugzeug umgebaut werden und etwa Kampfjets in der Luft mit Treibstoff versorgen. Die ersten Maschinen sollen 2010 ausgeliefert werden, wegen der Triebwerksprobleme sechs bis zwölf Monate später als geplant.

Bis zum ersten Start vom Fliegerhorst Wunstorf wird dieser noch umfangreiche Umbaumaßnahmen erfahren. So muss die Landebahn verlängert, Flugbetriebsflächen wie Rollwege oder Abstellflächen an die neuen Bedürfnisse angepasst und Flugzeughallen neu gebaut werden, damit sich das neue Transportflugzeug auch genügend Platz findet. Der Luftwaffenstandort Wunstorf wird im Zuge dieser Erweiterungen deutlich aufgestockt. Etwa 270 neue Dienstposten werden an dem Fliegerhorst stationiert und nach aktuellem Planungsstand wird der Standort demnach auf ca. 1.970 Dienstposten anwachsen.

„Die Schaffung neuer Arbeitsplätze wird auch dem Wirtschaftsstandort Wunstorf positiven Auftrieb geben“, so der Stadtratsvorsitzende Klaus Pegel. „Auch wenn wir die Stärkung des Standortes Wunstorf befürworten, betrachten wir immer auch die möglichen Nachteile aufmerksam. Nachteile für Anwohner durch das warm laufen lassen von Maschinen auf dem Flughafenvorfeld sollten unbedingt aufs Nötigste beschränkt und wenn möglich, unter Ausschöpfung aller technischen Möglichkeiten, vermieden werden.“

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